Vorratslager

Lebensmittel
Quelle: Hei­ke Dreis­bach; pixe­lio

 

Das wohl Wichtigste für einen Pepper ist das Vorratslager. Jeder Prepper sollte sich ein solches anlegen. Egal ob man es nun direkt bei sich zuhause im Keller oder in der Speisekammer anlegt, oder sogar an einem ganz anderen Ort, z.B. einer Bug Out Location (BOL).

Die Vorratshaltung ist nichts Neues! Die Kulturen in den gemäßigten Klimazonen haben soweit man Gedenken kann sich Vorräte für den Winter angelegt. Auch unsere Großeltern sind damit groß geworden und haben im Sommer alles Mögliche eingekocht, Marmelade gekocht, Saft gepresst, Äpfel gedörrt und Sauerkraut hergestellt. Durch die stetige Verfügbarkeit von Lebensmitteln im Supermarkt ist dieses Wissen immer mehr verloren gegangen und die meisten Menschen haben heute nur noch Lebensmittel auf Vorrat für ein paar Tage.

Im Herbst 2016 brachte das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (kurz: BBK) einen neuen Ratgeber für die Bevölkerung heraus, in dem jeder Bundesbürger dazu angehalten wird sich Vorräte anzulegen. Dieser Ratgeber ist Teil des Zivilschutzkonzeptes und sorgte für Aufsehen! In den Social Networks wurde wild darüber spekuliert, ob die Bundesregierung nun mit einem neuen Krieg rechnet. Fernab der Spekulationen ist es eigentlich eine gute Sache, wenn man ein paar Vorräte daheim hat.

Das BBK beginnt auf seiner Homepage wie folgt:

„Können Sie sich vorstellen, dass Lebensmittel und Trinkwasser einmal nicht jederzeit verfügbar sein könnten? Was ist, wenn ein Hochwasser die Straßen unpassierbar macht? Lawinen ein Dorf von der Außenwelt abschneiden? Starker Schneefall die Versorgung von Geschäften unmöglich macht? Oder ein Stromausfall die öffentliche Versorgung lahmlegt?“

Ich finde, das ist eine sehr gute Einleitung und da gibt es nichts mehr hinzuzufügen. Weiter wird empfohlen, dass man sich Lebensmittel und Wasser für 14 Tage, also zwei Wochen, vorhalten sollte.

Folgende Empfehlungen werden vom BBK gegeben:

  • Halten Sie pro Person ca. 14 Liter Flüssigkeit je Woche vorrätig.
  • Geeignete Getränke sind Mineralwasser, Fruchtsäfte, länger lagerfähige Getränke.
  • Keine Experimente. Halten Sie vor allem Lebensmittel und Getränke vorrätig, die Sie und Ihre Familie auch normalerweise nutzen.
  • Strom weg? Achten Sie darauf, dass Esswaren auch ohne Kühlung länger gelagert werden können und ein Großteil Ihres Vorrats auch kalt gegessen werden kann.
  • Alle Lebensmittel sollten ohne Kühlung längerfristig haltbar sein. Achten Sie auf das Mindesthaltbarkeitsdatum. Beschriften Sie Lebensmittel ohne Kennzeichnung mit dem Einkaufsdatum.
  • Sie sollten Lebensmittel kühl, trocken und dunkel aufbewahren. Achten Sie auf luftdichte Verpackung.
  • Neu gekaufte Vorräte gehören nach „hinten“ ins Regal. Brauchen Sie die älteren Lebensmittel zuerst auf.
  • Tiefgekühlte Lebensmittel zählen auch zum Notvorrat. Sie lassen sich bei einem Stromausfall problemlos verbrauchen. Frieren Sie einmal aufgetaute Lebensmittel nicht wieder ein.
  • Kochen ohne Strom und Gas? Im Handel gibt es viele Alternativen wie Campingkocher etc.
  • Denken Sie bei der Vorratshaltung auch an Spezialkost – z. B. für Diabetiker, Allergiker oder Babys.
  • Haben Sie Haustiere? Decken Sie deren Bedarf ab!

Das sollte für den Einstieg erst einmal reichen. Weitere Infos und eine Broschüre findet Ihr auf der Homepage des BBK: http://www.bbk.bund.de/DE/Ratgeber/VorsorgefuerdenKat-fall/Pers-Notfallvorsorge/Lebensmittel/lebensmittel.html

 

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