Der Graue Mann

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Was mich an der Prepper Szene so tierisch aufregt sind die Menschen, die sich quasi überausrüsten. Schon kilometerweit erkennt man, dass diese Person bestimmt ein Prepper sein muss. Wenn ich Plünderer wäre, dann würde ich mir genau diese aussuchen und ausrauben! Hier gebe ich euch Tipps, wie ihr zum Grauen Mann (oder auch zur Grauen Frau) werden könnt.Ein Grauer Mann ist eine Person, die nicht aus der Masse hervorsticht. Jemand der mit der Masse schwimmt und sich geschickt in ihr versteckt und sogar komplett unsichtbar wird. Doch wie schafft man das?

Gerade wenn man einen Bug Out plant, dann ist das unentdeckt bleiben für einen sehr wichtig! Doch wenn man mit Bundeswehrkleidung durch die Straßen zieht, unzählige Tools an seinem Rucksack am Molle-System hängen hat und sich wie ein Navy Seal bewegt, dann fällt man auf! Weil nämlich die meisten Menschen so nicht herumlaufen werden. Nur die Prepper oder Uber-Prepper! Manche Prepper besorgen sich sogar schusssichere Westen, Helme, Protectoren und sogar ganze ABC-Anzüge mit Sauerstoffflaschen. Damit fällt man zwangsläufig auf. Das wollen wir aber nicht!

Natürlich haben all diese Tools, Klamotten und Rucksäcke auch alle ihre Vorteile. Das möchte ich absolut nicht in Frage stellen! Aber unsichtbar geht anders. Außerdem kann es je nach Szenario sogar gefährlich sein wenn man im Soldatenlook unterwegs ist. Eventuell wird man dann nämlich für eine potentielle Bedrohung gehalten und ausgeschaltet.

Deshalb rate ich euch ab solche Dinge für einen Bug Out anzuschaffen! Schaut euch lieber einmal beim Outdoor-Ausrüster eures Vertrauens um. Funktionskleidung gibt es auch in normalen und alltäglichen Muster und Farben und nicht nur in Camouflage! Ich persönlich habe mir diverse Trekking Hemden und Hosen von bekannten Herstellern in schwarz oder grau angeschafft. Für den Alltag tut es auch eine normale Jeans. Dazu trage ich Hemden, die aussehen wie normale Hemden. Nur sind meine atmungsaktiv und trocknen schneller. Diese trage ich sogar in meinem Job und es fällt niemandem auf! Auch dort hab ich mich eher an die gedeckten Farben gehalten. Dunkelblau, grau, schwarz oder auch mal beige oder olive. Aber die beiden letzten Farben sind eher nichts für die Arbeit bei mir. Die Jacke ist je nach Wetter auch eine aus dem Outdoorgeschäft. Hält warm und hält mich trocken. Mehr muss sie nicht können.

Ich rate euch auch, dass ihr euch am besten einmal in die Fußgängerzone setzt und einfach einmal beobachtet. Euch wird auffallen, dass in Deutschland extrem viele Menschen inzwischen mit den Klamotten der bekannten Marken (Jack Wolfskin, Mammut, Fjällräven und Co.) unterwegs sind. In keinem Land der Welt sind mir bisher soviele Menschen mit Trekking- und Outdoor Kleidung aufgefallen wie in Deutschland! Deshalb fällt man mit den normalen zivilen Kleidungsstücken am wenigsten auf.

Auch bei der Wahl der Schuhe solltet ihr nicht gleich mit den klobigen Springerstiefel umherlaufen. Normale halbhohe Wanderschuhe tun es auch. Wer nur in der Stadt unterwegs ist kann auch komplett auf festes Schuhwerk verzichten. Die guten alten All Star Converse Chucks tun es nämlich auch! Ich bin damit schon 30-40 km gewandert über Asphalt- und Schotterwege mit einem 50 l Rucksack auf den Schultern. Wenn diese Schuhe erst einmal eingelaufen sind, dann sind das wahre Wunderschuhe! Außerdem fallen sie gar nicht auf. Vorausgesetzt, man wählt nicht die knallbunten Farben.

Von einem großen Trekking-Rucksack oder einem mit Molle-System rate ich auch ab! Diese sind toll, wenn man bereits draußen ist. Wenn man flüchtet, dann erweckt man den Eindruck, dass man besonders viel und besonders wertvolles Zeug bei sich hat.

Ich bevorzuge gängige Rucksäcke zu verwenden. Beispielsweise benutze ich seit langer Zeit einen East-Pack Rucksack. Gefühlt hat fast jeder mindestens einen davon zuhause. Ansonsten empfiehlt es sich für einen EDC Bag sich einfach einen Unisex Rucksack von Jack Wolfskin zu holen (http://amzn.to/2q1ThL4). Mit diesem Teil hab ich bisher keine negativen Erfahrungen gemacht. Für das tägliche Gepäck ein super Rucksack!

Sollte man ernsthaft einen INCH planen, dann empfiehlt sich natürlich einen großen Trekking Rucksack zu holen. Also alles was über 40 l hat. Aber auch hier auf gedeckte und dunkle Farben achten und möglichst nichts an den Rucksack hängen. Je weniger man sieht, desto uninteressanter bist du für andere Menschen!

Macht euch also am besten mal Gedanken darüber, wie ihr euch in der Masse verstecken könnt und nicht auffallt. Jeder der normal und unscheinbar wirkt, hat vermutlich bessere Chance zu überleben.

 

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