Lagerhaltung

IMG_3122Jeder sollte sich ein Vorratslager anschaffen. Das haben wir bereits hier im Blog erwähnt. Doch wie verwaltet man ein solches Lager? Gibt es da ein bestimmtes System? Wie merke ich was abgelaufen ist und wie stelle ich fest, dass ich etwas nachkaufen muss? Auf diese Fragen werde ich versuchen euch eine Antwort zu geben.

Bevor man in den nächsten Supermarkt rennt und sich haufenweise Dosen kauft, sollte man sich zunächst ein paar Gedanken zum Vorratslager machen. Grundsätzlich macht es Sinn sich zunächst ein paar Regale anzuschaffen. Ich nutze sehr gerne Schwerlastregale. Klingt zunächst erst einmal sehr teuer! Sind sie aber nicht. Mit rund 50 € kann man schon zwei Regale bekommen. Ich habe hier mal meine Regale für euch verlinkt. Mittlerweile habe ich davon 4 Stück in meinem Kellerraum.

Oskar Schwerlastregale: http://amzn.to/2q5zVUn

Nun haben wir das Lager zuhause soweit vorbereitet. Mehr braucht man eigentlich nicht. Jetzt sollten wir uns überlegen, was wir denn alles einlagern möchten. Grundsätzlich kann man alles einlagern. Es gibt jedoch Lebensmittel mit langer oder mit weniger langer Haltbarkeit. Wenn wir täglich aus unserem Lager bestimmte Lebensmittel für den täglichen Bedarf nehmen, dann können auch Lebensmittel mit kurzer Haltbarkeit eingelagert werden. Ist das Vorratslager nur für den Ernstfall, dann sollte man nur Lebensmittel mit langer Haltbarkeit einlagern.

Ich habe in meinem Lager durchaus auch Lebensmittel, die ich täglich verzehre. Das würde ich auch jedem raten. Man sollte sich nämlich nur Dinge ins Lager stellen, die man auch so gerne isst. Wenn ich z.B. noch nie Linsen gegessen hab und auch nicht vorhabe diese jemals zu essen, dann lagere ich sie erst gar nicht ein.

Lebensmittel mit relativ langer Haltbarkeit sind Nudeln, Konservendosen oder Obst und Gemüse in Gläsern. Auch Mehl, Salz und Zucker sind sehr lange haltbar. Genauso wie Reis, Linsen, getrocknete Früchte, Nüsse oder Getreide.

Hier eine Liste von möglichen Lebensmitteln, die sich sehr gut für ein Vorratslager eignen:

  • Reis
  • Nudeln (diverse Sorten: Penne, Spaghetti, Spätzle, Spirelli…)
  • Mehl
  • Salz
  • Zucker
  • Gewürze (Paprika, Pfeffer, Muskat, Zimt, Curry, Kümmel, Wachholderbeeren, Cayennepfeffer, getrocknete Chilis, Pizzagewürzmischung, Kurkuma, Kreuzkümmel)
  • Linsen (Tellerlinsen, Rote Linsen, eigentlich jede Sorte möglich)
  • Bulgur
  • Tomatenmark
  • Essig
  • Öl
  • Essiggurken
  • Rotkraut
  • Sauerkraut
  • Trockenhefe
  • Backpulver
  • Passierte Tomaten
  • Gemüsekonserven (Mais, Erbsen, Möhren, Bohnen, weiße Bohnen, Kidney Bohnen, Tomaten…)
  • Pilze getrocknet oder als Konserven
  • Obstkonserven (Obst-Mix, Ananas, Mandarinen, Pfirsiche, Kirschen…)
  • Konservengerichte (diverse Eintöpfe, Spaghetti Bolognese, Ravioli, diverse Suppen…)
  • Konservenwurst/-fleisch (Frühstücksfleisch, Corned Beef, Schinkenwurst, Pulled Pork, Leberwurst, Blutwurst…)
  • Fischkonserven (Hering in diversen Saucen, Thunfisch in Öl oder im eigenen Saft, Sardinen…)
  • Apfelmus im Glas oder Tetrapack
  • H-Milch
  • H-Schlagsahne
  • Milchreis
  • Puddingpulver
  • Weizengries
  • Paniermehl
  • Kartoffelpüreepulver
  • Soßenpulver (Bratensoße, Rahmsoße…)
  • Fertigsoßen aus dem Glas (z.B. diverse Spaghettisoßen)
  • Fleisch-/Gemüsebrühe (Würfel oder Pulver)
  • Müsli
  • Cornflakes
  • Haferflocken (zarte oder feine Haferflocken sind gut um Porridge zu kochen)
  • Wasser still und mit Kohlensäure
  • Getränkepulver (Zitronentee, Pfirsichtee, Beerenmix…)
  • Teebeutel
  • Kaffee (Bohnen, Instant oder auch Pulver)
  • Fruchtsäfte
  • Fruchtschorlen
  • Bier
  • Wein
  • Schnaps (Wodka, Rum, Whiskey, Obstbrände)
  • Schokolade (Dunkle Schokolade ist länger haltbar)
  • Rosinen
  • Diverse Nüsse
  • Dörrobst (Bananenchips, Apfelringe, Mangos, Pflaumen, Feigen, Datteln…)
  • Dörrfleisch (Beef Jerky, Biltong…)
  • Dörrfisch
  • Diverse Fertiggerichte (MRE)
  • Dosenbrot
  • Kekse

Jetzt wo wir eine Einkaufsliste haben und uns die Sachen auch schon angeschafft haben, müssen wir diese ins Lager einräumen. Grundsätzlich stelle ich Dinge, die nicht feucht werden dürfen nicht in die unteren Fächer. Dort habe ich meine Getränke bzw. hauptsächlich meine Wasserflaschen gelagert. Diese sind sehr schwer und geben dadurch dem Regal Stabilität. Außerdem können die Flaschen im Fall eines Rohrbruches oder bei Hochwasser auch nass werden.

Die restlichen Lebensmittel könnt ihr so verteilen wie ihr möchtet und wie es euch am geschicktesten ist. Ich habe meine Lebensmittel nach Mahlzeiten, also nach Frühstück, Mittagessen, Abendessen, sortiert. Alles was ich für ein Mittagessen benötige steht nebeneinander oder in unmittelbarer Nähe.

Beim Einsortieren sollte man sich am besten gleich eine Art Inventarliste machen. Somit weiß man immer was gerade im Lager ist und was nachgekauft werden muss. Es lohnt sich auch die MHDs zu notieren. So weiß man immer, wann was abläuft und ersetzt werden muss. Es gibt im Netz eine Reihe von Apps mit denen man sein Lager ganz einfach verwalten kann. Ich nutze für mein Lumia 950 die App „Cella Manager“: https://www.microsoft.com/de-de/store/p/cella-manager/9nblgggzjsw2?wa=wsignin1.0

Wichtig beim Einräumen ist, dass die Lebensmittel mit der längsten Haltbarkeit hinten im Regal stehen. Warum? Wenn man Lebensmittel entnimmt, dann nimmt man immer die, die vorne stehen. Somit verbraucht man alle Lebensmittel mit der kürzeren Haltbarkeit als erstes. Dieses System nennt sich FiFo (First in – First out), also was als erstes drin ist, wird als erstes verbraucht.

Nun stellt sich natürlich die Frage, wie groß muss denn ein Lager sein! Doch hierzu mehr in einem anderen Artikel.

 

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