Vorratskalkulator

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Wenn man mit dem Preppen anfängt, dann steht man immer vor der selben Frage. Was und vor allem wie viel soll ich von einem Lebensmittel einlagern. Hierzu gibt es einen praktischen Vorratskalkulator den ich euch heute vorstellen werde.Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft hat auf seiner Homepage einen Vorratskalkulator. Warum dieser nicht auch auf der Homepage des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) zu finden ist, weiß ich nicht. Dort wäre er meiner Ansicht nach besser aufgehoben. Wie ich hier im schon erwähnt hatte, findet man dort lediglich Checklisten und PDF Dokumente mit Tipps und Tricks (Vorratslager).

Die Homepage des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft geht dort weiter. Es gibt dort den Vorratskalkulator, Tipps zu weiteren Lebensmitteln und zum Thema Lagerung, Haltbarmachung und was man gegen Schädlinge tun sollte.

Den Vorratskalkulator findest du unter folgendem Link: https://www.ernaehrungsvorsorge.de/private-vorsorge/notvorrat/vorratskalkulator/

Wichtig ist zu erwähnen, dass bei diesem Kalkulator von durchschnittlich 2.200 kcal pro Person und Tag ausgegangen wird. Das ist für ein Kind z.B. zu viel. Auch für einen Erwachsenen der kaum körperliche Arbeit verrichtet ist das schon sehr viel. Außerdem haben Männer und Frauen einen unterschiedlichen Grundumsatz und auch das Alter spielt dabei eine Rolle. Für eine grobe Richtung ist der Vorratskalkulator aber in Ordnung. Wenn ihr also euren Grundumsatz, also euren täglichen Kalorienbedarf genau berechnen wollt, dann könnt ihr das auf der Homepage der Apotheken Umschau machen. Die haben einen sehr detaillierten Rechner: http://www.apotheken-umschau.de/kalorienrechner

Bedenkt aber bei eurer Berechnung, dass ihr für den Ernstfall preppt! Eventuell ist es dann nicht mehr möglich zur Arbeit zu gehen oder im Internet zu surfen. Geht also von einer entweder ruhigen Betätigung (Bug In) oder einer sehr sportlichen Betätigung (Bug Out) aus.

Zum Ergebnis des Vorratskalkulators habe ich noch ein paar Anmerkungen. Grundsätzlich kann man dort den Vorrat für bis zu 28 Tage berechnen lassen. 28 Tage sind genau 4 Wochen. Nicht mehr und nicht weniger. Jedoch noch kein voller Monat. Wenn mich jemand fragt für wie viele Monate ich preppe, dann kann ich das nicht genau sagen, da ich auch nur nach Wochen preppe. Momentan preppe ich für 12 Wochen. Also für 84 Tage oder knapp 3 Monate.

In der Ergebnisliste wird einem an erster Stelle Vollkornbrot vorgeschlagen. Es steht aber nicht dran, dass frisches Brot keine 28 Tage überstehen wird. Deshalb nehmt lieber Dosenbrot. Ist zwar teurer, aber laut MHD gut 2-3 Jahre haltbar. Aus Erfahrung sogar noch viel viel länger!

Ähnlich ist es mit Kartoffeln. Wer Kartoffeln im Supermarkt kauft und diese nicht richtig lagert, der hat nach 1-2 Wochen Kartoffeln die austreiben. Kartoffeln müssen lichtgeschützt und kühl gelagert werden. Nur dann kann man sie auch wirklich länger bevorraten. Das gilt genau so für die Zwiebeln, die man auch einlagern sollte.

Zu den Konserven möchte ich anmerken, dass es egal ist, ob etwas im Glas oder in der Dose ist. Meist ist das MHD identisch. Wichtig ist nur, dass ihr hier auch nur Dinge bevorratet, die ihr auch wirklich esst. Ich mag z.B. kein Sauerkraut. Dafür aber sehr gerne Rotkohl. Also kaufe ich einfach mehr Rotkraut ein statt Sauerkraut. Im wirklichen Ernstfall würde ich wahrscheinlich auch Sauerkraut essen, aber wozu soll ich mich zwingen, wenn ich die Wahl habe was ich einlagere?

Zum Thema Frischobst habe ich auch noch eine Anmerkung: nicht jede Obstsorte eignet sich zur Lagerung. Bananen sind für mich kein Lagerobst. Nach 1-2 Wochen sind diese immer braun und matschig. Bei Äpfeln oder Birnen hängt die Lagerfähigkeit stark von der Sorte ab. Ich habe immer eine Kiste mit Lageräpfeln im Keller. Dazu nehme ich die Sorte Boskop. Äpfel sollte man auch getrennt von anderen Obstsorten lagern, denn Äpfel stoßen Ethylen aus, was z.B. Bananen sehr schnell braun werden lässt. Bananen wurde ich lieber dörren und als Chips schön vakuumiert einlagern. Orangen habe ich noch nie eingelagert. Deshalb habe ich dazu keine Erfahrung.

Bei den Getränken wird hauptsächlich Mineralwasser, Zitronensaft, Kaffee und Schwarztee vorgeschlagen. Was ich dort vermisse sind Fruchtsäfte! Seit meiner Kindheit bin ich es gewohnt, dass wir im Herbst mosten. Der Apfelsaft wird dann in einem Edelstahlfass abgekocht und mit einer Ölschicht und einem Schwimmer aus Edelstahl abgedeckt. Dort ist der Saft dann gut mehrere Jahre haltbar. Auch Saft aus Tetrapacks oder Flaschen ist lange haltbar. Dadurch lassen sich auch die frischen Orangen oder Bananen ersetzen. Zitronensaft soll vermutlich eingelagert werden um einem Vitamin C Mangel vorzubeugen. Aber wer trinkt schon gerne Zitronensaft? Lieber ACE oder Multivitaminsaft einlagern! Wer keinen Schwarztee mag, der kann auch Früchtetee oder Kräutertee einlagern. Wer keinen Kaffee mag, der sollte trotzdem Kaffee einlagern, da man diesen gut handeln kann. Ob Instant, Bohnen oder Pulver ist egal! Instant ist nur einfach zuzubereiten. Ich mag aber lieber Filterkaffee und habe einen Mehrwegfilter.

Das Wasser ist hier auch sehr sparsam kalkuliert! 2 Liter Wasser pro Person. Davon sollen 1,5 Liter getrunken und 0,5 Liter zum Kochen verwendet werden. In meinem Lager gehe ich von 3 Litern pro Person und Tag aus. 1,5 – 2 Liter zum Trinken und der Rest zum Kochen und Waschen! Hygiene, vor allem Mundhygiene ist auch im K-Fall wichtig. Lieber etwas mehr Wasser einlagern! Wasser ist Leben und wer keines hat, der segnet nach ein paar Tagen das Zeitliche!

Bei den Milchprodukten steht Hartkäse. Da nicht jeder einen Käsekeller mit entsprechender Temperatur und Feuchtigkeit hat, einfach weglassen! Der wird zu schnell schlecht! Vor allem ohne Kühlung bei einem Blackout! Zusätzlich kann man noch Vollmilchpulver einlagern. H-Milch ist für 2-3 Monate in Ordnung. Danach hat sie aber ihr MHD erreicht.

Eier würde ich auch nur bedingt einlagern. Nur die, die man sowieso beim normalen Einkauf auch kaufen würde. Lieber Volleipulver einlagern. Dieses ist ähnlich wie das Milchpulver quasi unendlich haltbar. Etwas Pulver mit Wasser oder Milch in einer Pfanne verrühren und man erhält ein leckeres Rührei!

Butter und Margarine sind auch problematisch bei der Lagerhaltung. Ich würde darauf verzichten. Lieber ein bisschen mehr Öl einlagern. Beim Öl möglichst auf Sonnenblumenöl verzichten und z.B. Rapsöl verwenden. Rapsöl weist ein besseres Verhältnis von Omega-3- zu Omega-6-Fettsäuren auf und ist deshalb für uns Menschen gesünder als Sonnenblumenöl.

Interessant ist die extra Seite mit den „Weiteren Lebensmittel“. Für mich klingt das so, wie wenn man das optional noch dazu nehmen kann wenn man möchte. Aber ich würde jedem empfehlen diese Dinge auf jeden Fall zu bevorraten!

FAZIT: Alles in allem ist der Kalkulator ein nützliches Tool für jeden, der sich mit dem Thema noch nicht ausführlich beschäftigt hat. Jedoch muss man an bestimmten Stellen aufpassen, sonst wird das mit den 28 Tagen nicht klappen!

 

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