Brandschutz für Zuhause

media_media_60851408-1464-41f3-b901-029afd42eb75_normalized

In den letzten Tagen ging die Brandkatastrophe von London durch die Nachrichten. Dort ist ein Hochhaus komplett abgebrannt. Vermutlich, weil die Fassade nicht brandhemmend war und einfach durchgezündet hat. Ein Feuer sehr ärgerlich und kann im Extremfall Leben kosten. Damit es erst gar nicht soweit kommt, sollte man vorsorgen!Für den Brandschutz Zuhause kann jeder etwas tun. Eigentlich ist es ganz einfach. Ich versuche euch hier ein paar kleine Tipps und Ideen mit auf den Weg zu geben.

1. Feuerlöscher und andere Löschmittel

Habt ihr schon einen Feuerlöscher oder andere Löschmittel wie eine Löschdecke oder einen Eimer mit Sand/Wasser, der immer bereit steht? Wenn ihr noch keine Löschmittel habt, dann solltet ihr euch dringend welche anschaffen! Mit einem Feuerlöscher oder einer Löschdecke können kleine Brände gelöscht werden. So verhindert ihr, dass aus einem kleinem Brand ein großes Feuer wird, was eure Unterkunft zerstören könnte. Auch ein Eimer mit Sand oder Löschwasser kann einen kleinen Brand super löschen. Ich empfehle jedem, dass man mindestens eine Löschdecke und einen Feuerlöscher zuhause haben sollte. Die Löschdecke sollte am besten in der Küche angebracht sein. Dort kann man sie dann benutzen um beispielsweise einen Fettbrand zu löschen. Der Feuerlöscher sollte zentral und gut zugänglich im Haus oder der Wohnung angebracht sein. Damit man seine Bude nicht komplett mit Pulver einsaut, empfehle ich einen Schaumlöscher. Der Schaum lässt sich viel leichter entfernen als das feine Pulver eines Pulverlöschers. Der Löscheimer sollte ebenfalls wie der Feuerlöscher an einer gut erreichbaren Stelle aufbewahrt werden. Gerade wenn man mit offenen Flammen hantiert, wie mit einem Gaskocher oder mit Kerzen, kann es schnell passieren, dass etwas in die offene Flamme kommt. Deshalb lieber auf der sicheren Seite sein und ausreichend Löschmittel im Haus haben.

Ein guter Feuerlöscher: http://amzn.to/2t98yrZ
Meine Löschdecke: http://amzn.to/2s81i19

2. Rauchmelder

Rauchmelder sind mittlerweile durch die entsprechenden Landesgesetze mehr oder weniger Pflicht. Kontrollieren tut das aber keiner! Der Aufwand wäre hierfür viel zu hoch. Deshalb haben viele Leute bis heute noch keinen Rauchmelder. Ich rate euch, kauft euch auf jeden Fall mehrere Rauchmelder und bringt am besten in jedem Zimmer einen an. Nur so könnt ihr rechtzeitig handeln und ein kleines Feuer mit einem Feuerlöscher noch bekämpfen bevor die ganze Wohnung in Flammen steht. Gerade in Räumen mit elektrischen Geräten (z.B. Waschmaschine, Trockner, Herd, Öfen…) sollte dringend ein Rauchmelder angebracht sein. Ich habe mittlerweile in jedem Zimmer, außer der Küche, einen Rauchmelder. Die Dinger sind nicht teuer, aber können euer Leben oder zumindest euer Hab und Gut retten! Wer möchte, kann auch gerne mehr Geld ausgeben für vernetzte Rauchmelder. Gerade bei größeren Immobilien kann sich das lohnen. Wer z.B. einen Keller hat und im ersten oder sogar zweiten Stock schläft, bekommt vielleicht nicht mit, wenn im Keller ein Melder auslöst. Vernetzte Melder gehen dann gleichzeitig an. Also würde der Melder im Schlafzimmer dann auch losgehen, wenn im Keller ein Melder auslöst. Solche Melder sind aber etwas teurer. Es lohnt sich auch einen Rauchmelder mit CO Melder zu kaufen. CO riecht man nicht, aber tötet einen! CO entsteht bei jeder Verbrennung. Wenn ein Ofen nicht mehr richtig zieht, dann kann es vorkommen, dass sich CO im Raum anreichert. Wenn man dann z.B. gerade schläft, kann CO tödlich werden. Ein CO Melder warnt einen davor.

Guter und preiswerter Rauchmelder mit CO Melder: http://amzn.to/2s89O00

3. Fluchtwege

Kommt ihr aus eurem Haus im Brandfall überhaupt raus? Gibt es alternative Fluchtwege oder seid ihr gefangen und müsst von der Feuerwehr gerettet werden? Gibt es in eurem Mehrfamilienhaus oder Wohnblock Fluchtwege und kennt ihr diese?

Man sollte immer einen Fluchtweg aus der Wohnung haben, auch wenn das Treppenhaus nicht erreichbar oder benutzbar ist. Ich wohne z.B. in einem Mehrfamilienhaus im zweiten Stock. Sollte das Treppenhaus verraucht oder nicht begehbar sein, wäre ich gefangen und müsste auf dem Balkon warten bis die Feuerwehr mich rettet. Im K-Fall wird die Feuerwehr wohl kaum vorbeikommen und mich retten. Und wenn, dann wäre es womöglich schon zu spät bei deren Eintreffen. Darauf will ich mich nicht verlassen! Ich habe immer ein Kletterseil griffbereit auf dem Balkon. Sollte das Treppenhaus unpassierbar sein, dann würde ich mich vom Balkon mit dem Kletterseil abseilen.

Jeder sollte individuell prüfen, ob er auch aus seiner Bude im Brandfall allein und ohne Hilfe der Feuerwehr entkommen kann. Wer aber im 10. oder 20. Stock wohnt, hat hier ein sehr großes Problem. Abseilen vom Balkon wäre dennoch möglich, man sollte aber dann schon ein geübter Kletterer sein und eventuell Klettergurte usw. zuhause haben.

4. Fluchtrucksack

Wie immer sollte man auch bei einem Feuer einen Fluchtrucksack griffbereit haben. Gerade nach einem Feuer kann man meist mehrere Tage oder sogar gar nie mehr in die Wohnung zurückkehren. Deshalb ist es wichtig alle wichtigen Dinge bei sich zu haben. Gerade Kopien oder Originale von wichtigen Dokumenten sind hier wichtig. Sollte die Wohnung unbewohnbar sein, dann wird man meist von der Gemeinde in eine Notunterkunft gesteckt. Wer da nicht wohnen möchte, sollte sich eine alternative Unterkunft organisieren. Diese kann bei Freunden, Bekannten oder Familie sein. Oder auch eine Bug Out Location.

5. Persönliche Schutzausrüstung

Manche Prepper haben in ihrer persönlichen Schutzausrüstung eine Fluchthaube oder sogar Pressluftflaschen mit Atemmaske. Wer eine solche Ausrüstung hat, der kann damit auch durch ein verrauchtes Treppenhaus flüchten. Eine solche Ausrüstung ist teuer und sollte auch fachmännisch und vor allem regelmäßig gewartet und geprüft werden.

Dräger Fluchthaube: http://amzn.to/2shjZhu

6. Nichts anbrennen lassen!

Der beste Tipp ist natürlich, dass man am besten nichts anbrennen lassen sollte! Klingt doof, ist aber so! Wer offenes Feuer nicht unbeaufsichtigt lässt und stets ein Auge darauf hat, der kann ein großes Feuer im Keim ersticken. Nur wer rechtzeitig ein Feuer erkennt, kann es mit eignen Mitteln auf bekämpfen. Und am besten ist natürlich, wenn ein Feuer erst gar nicht entsteht. Also seid stets wachsam und habt Respekt vor offenem Feuer. Technische Geräte sollten auch immer wieder auf Fehlfunktionen überprüft werden. Deckt keine Lüftungsschlitze ab. Sorgt dafür, dass die Geräte nicht zu heiß werden. Verdeckt eure Öfen und Heizungen nicht mit Möbeln oder Gardinen. Zündet Kerzen nur auf einem feuerfesten Untergrund an und lasst diese nie unbeaufsichtigt!

 

Kommentare sind geschlossen.

WordPress.com.

Nach oben ↑