Vegan Prepper

Vegan-taste

Seit gut drei Monaten bin ich nun komplett auf vegane Ernährung umgestiegen. Dementsprechend muss ich auch meine Vorräte anpassen. Weil ich die fleisch-, ei- und milchhaltigen Produkte nicht wegwerfen wollte, habe ich diese einfach beim Tafelladen abgegeben. Doch was soll ich jetzt einlagern? Bekomm man damit genügend Nährstoffe und Vitamine?

Meine Beweggründe dafür, dass ich komplett auf tierische Produkte verzichte sind eher ökologischer Natur. Ich habe keine Probleme damit Tiere zu essen oder diese zu fangen/jagen und zu erlegen bzw. auszunehmen. Im K-Fall würde ich vermutlich auch tierische Nahrung zu mir nehmen um zu überleben. Doch dann muss es schon sehr düster aussehen. Bei einem „normalen“ Stromausfall für ein paar Stunden oder auch ein paar Tage würde ich einfach auf meine Vorräte zugreifen und mich dann weiterhin vegan ernähren.

Als Veganer hat bei einer ausgewogenen Ernährung quasi keine Probleme mit Vitaminen, Mineralien und Nährstoffen. Mit einer Ausnahme! Vitamin B12. Dieses Vitamin kommt leider nur in tierischer Nahrung vor. Somit muss man als Veganer dieses Vitamin auf andere Weise zuführen. Dies muss aber nicht zwingend durch Tabletten sein. Heutzutage gibt es eine sehr große Palette an veganen Nahrungsmitteln im Supermarkt. Beispielsweise Sojadrinks von der Marke Alpro sind oft mit Vitamin B12 angereichert. Auch gibt es Zahncremes mit Vitamin B12 Zusatz. Aber darauf achtet man ja auch schon unabhängig davon ob man preppt oder nicht.

Wenn man so sein Lager durchforstet, dann fällt einem auf, dass man gar nicht so viele Produkte durch vegane Alternativen ersetzen muss. Beispielsweise habe ich schon immer Gemüse und Obst in Dosen gelagert. Ebenso Baked Beans, Kichererbsen, Linsen (rote, Alblinsen usw), verschiedene Bohnen, Mais, Nudeln und Reis. Bei den Nudeln habe ich jedoch einige aus dem Lager nehmen müssen, da dort Eier eingearbeitet waren. Dies waren bei mir die schwäbischen Spätzle.

Ansonsten sind bei mir leider viele andere Produkte rausgeflogen. Kartoffelpüreepulver beispielsweise. Fast alle Konserven mit fertigzubereiteten Speisen. Aber zu meiner Verwunderung gibt es sehr viele Konserven mit fertigem veganem Essen. Auch neben den Marken Erasco und Co. Beispielsweise die Eigenmarke von REWE hat sowohl als auch BIO oder nicht BIO vegane Konserven. Da gibt es Chili sin Carne (mit Sojaflocken), Erbenseintopf, Linseneintopf, Gemüsesuppe mit Quinoa und vieles mehr. Auch von anderen Marken gibt es reichlich vegane Fertiggerichte in Dosen. Reichenhof hat z.B. eine vegane Gulasch Suppe im Sortiment.

Auch im Bereich „Milch“ gibt es genug langhaltbare Alternativen. Sojamilchpulver oder auch Kokosnussmilchpulver gibt es in jedem DM oder eben bei dem großen Internetversandhaus mit dem „A“ im Namen.

Neben dem „Milchpulver“ lagere ich auch noch Soja Sahne (z.B. Soja Cuisine von Alpro) und ganz normale Sojamilch (für Latte Macchiato oder Kaffee), Hafermilch (schmeckt zu Müsli am besten) und Cashewmilch ein. Sind alle ungekühlt im Keller mehrere Monate haltbar. Ähnlich wie H-Milch.

Ansonsten habe ich meinen Keller durch Instant Couscous, Falafel und Bulgur erweitert. Meist wird da auf 150g nur 200ml kochendes Wasser benötigt und man hat eine kleine und leckere Beilage oder einen kleinen Snack für zwischendurch.

Die Hygieneartikel habe ich auch komplett überarbeitet. Beispielsweise benutze ich seit einiger Zeit auch keine konventionellen Deos mehr. Ich bastle mir mein Deo selbst. Zwar schwitzt man weiterhin, aber man stinkt nicht. Alles auf natürlicher Basis. Hierzu kann ich aber auch mal an anderer Stelle ein DIY machen und erklären, wie man aus ein paar sehr lange haltbaren Grundkomponenten Waschmittel und Hygieneartikel selbst herstellen kann. Ansonsten habe ich die Duschgels und Shampoos durch vegane Produkte (also von Firmen die keine Tierversuche machen und ohne Milch etc.) ersetzt.

Wie ihr seht, ist das alles kein Hexenwerk. Man kann sein Lager extrem einfach und unkompliziert auf vegan umstellen. Hier füge ich noch hinzu, dass ich ja in einer sehr ländlichen Region lebe und die Auswahl an Einkaufmöglichkeiten hier sehr beschränkt sind. Selbst in dieser ländlichen Region ist es möglich sich komplett vegan zu ernähren und sich die dazugehörigen Komponenten im normalen Supermarkt zu organisieren.

Jetzt ist nur noch mein Bug out Bag dran. Dort muss mein MRE Paket nun auch noch auf vegan umgestellt werden. Ob ich das schaffen werde? Dazu dann hoffentlich bald mehr! Wie immer ist mir hier auch wichtig, dass es vor allem bezahlbar bleibt.

 

3 Kommentare zu „Vegan Prepper

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  1. Kartoffelpüreepulver gibt es (meist von den günstigen Eigenmarken der Supermärkte) ohne Milch in der Zutatenliste. Man kann das Pulver super nur mit Wasser statt Milch zubereiten, oder ungesüßte vegane „Milch“ verwenden

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