Warum preppen alle immer auf Weltuntergang?

Büro EDC

Wenn von Preppern die Rede ist, dann denken alle immer an den Weltuntergang und an irgendwelche Typen, die in ihrem Bunker ausharren und sich von Notrationen ernähren und ihr Hab und Gut mit Waffengewalt verteidigen. Doch dies würde ich als, nennen wir es mal „Prepper-Romantik“ abtun. Mit der Wirklichkeit hat das meiner Meinung nach kaum etwas zu tun. Preppen findet im Kleinen statt und kann durchaus sehr nützlich sein!

Erst vor ein paar Tagen bin ich über das verlängerte Wochenende nach Berlin mit dem Zug gefahren. Natürlich habe ich immer ein kleines „Survival-Kit“ in meinem Rucksack dabei. Auf dem Rückweg hatte ich so enorme Verspätung, dass ich froh war ein kleines „Survival-Kit“ dabei zu haben. Ich bin in Berlin um 14 Uhr mit dem Zug gestartet. Eigentlich sollte ich um 22 Uhr zuhause sein. Also noch flott in Berlin etwas zu Mittag gegessen und dann ab auf den Zug. Abendessen um 22 Uhr sollte ja gut gehen. Doch ich hatte nicht mit der Bahn bzw. mit einem Suizidenten gerechnet. Tatsächlich bin ich dann um 0:30 Uhr zuhause gewesen. An essen war dann nicht mehr zu denken, da ich um 6 Uhr wieder raus musste und mich auf den Weg zur Arbeit machen musste.

Zum Glück hatte ich aber mein kleines „Survival-Kit“ oder nennen wir es Bahn/Reise EDC dabei. Neben ausreichend Trinkwasser (1,5 Liter), IFAK, Multitool, Feuerzeug, Nähset, Taschenlampe, Schreibutensilien, Desinfektionsmittel, Feuchttücher und einer Rettungsdecke, habe ich immer auch etwas zu essen dabei. Zwei Packungen Studentenfutter (je 50 g mit ca. 520 kcal/100 g) und zwei Müsliriegel von Seitenbacher (saurer Apfel mit je 191 kcal pro Riegel). Macht alles zusammen rund 902 kcal bei 200 g Gewicht. Ich hatte etwas zu kauen und war zufrieden. Andere Fahrgäste haben mich nur neidisch angeschaut.

Ihr seht also, dass man auch im kleinen preppen kann. Es muss nicht der Supervulkan oder ein Riesenasteroid sein. Manchmal sind es auch die kleinen Situationen im Leben. Noch ein kleiner Schwank am Rande: seit ich 16 bin, habe ich immer einen Flaschenöffner an meinem Schlüsselbund. Ihr wisst gar nicht, wie oft ich den schon benutzt habe und immer wieder dafür bewundert werde, dass ich so etwas bei mir habe. Die kleinen Dinge machen den Unterschied! Ich hoffe, dass ich euch damit motivieren kann, auch mal die ganz normalen Situationen zu überdenken, in denen man dringend X gebraucht hätte oder in denen es so viel einfach gewesen wäre, wenn man Y gehabt hätte.

Noch ein kleines Beispiel aus dem Büro. Ich habe auf Arbeit immer ein kleines IFAK für „Bürounfälle“ im Schreibtisch. Ebenso einen Göffel und ein Obstmesser. Zusätzlich noch ein paar gängige Medikamente gegen Kopfschmerzen, Halsschmerzen, Husten, Lippenstift und ein paar Taschentücher. Auch ein Putzlappen ist in meinem Schreibtisch. Ebenso einen Kamm und ein Deospray. Seitdem unsere Kaffeemaschine öfters mal ausfällt, habe ich auch immer ein paar Päckchen Instantkaffee. Warmes Wasser bekommt man immer irgendwo her. Wer eine Weile im Büro arbeitet, der weiß, dass man solche Dinge immer mal gebrauchen kann. Ach ja und das wichtigste im Büro hatte ich jetzt fast vergessen! Die Notfallschokolade für besonders schlimme Tage!

Jetzt liegt es an euch! Seid kreativ und analysiert mal euren Alltag. Ihr werdet bestimmt das ein oder andere finden auf das ihr preppen könnt. Ganz real und nicht für das Ende der Welt!

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