Coronavirus und meine Erlebnisse

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Lange habe ich mir überlegt, ob ich in diesen Zeiten auch etwas zum Coronavirus schreiben soll. Eigentlich hatte ich nicht vor einen speziellen Artikel zur Corona zu schreiben, weil ich im Artikel vom September letzten Jahres schon alles gesagt hatte, was man über eine Pandemie wissen muss (Die Welt ist nicht auf eine Pandemie vorbereitet).

Aber da ich von Januar bis Februar für 3 Wochen in Hongkong, Macau und Taiwan war und ich dort viel über das Virus mitbekommen habe, will ich euch einfach meine Erlebnisse hier schildern und auch Vergleiche zu Deutschland ziehen.

Die Situation in Hongkong von Januar bis Februar

Schon bei meiner Ankunft am Flughafen in Hongkong am 19.01.2020 sind mir bereits vor der Einreise die Checkpoints mit Wärmebildkameras aufgefallen. Ebenso hatte jeder Beschäftigte am Flughafen einen Mundschutz. Überall auf den Toiletten gibt es Desinfektionsmittelspender. Auch an den Wänden sind solche Spender immer wieder zu finden.

Am 19.01.2020 war das Coronavirus in Deutschland fast noch völlig unbekannt. Als Prepper hab ich mich natürlich auf die Reise vorbereitet. Anfang Januar hab ich noch Mundschutz (50 Stück) für rund 6-7 Euro gekauft. Ich nahm rund 10 Packungen mit nach Hongkong. Nicht für mich, sondern als Geschenke, denn dort stieg bereits Anfang Januar die Nachfrage. Ebenso für Desinfektionsmittel. Ich hab mir auch noch die kleinen Fläschchen für unterwegs für rund einen Euro bei DM geholt. Auch hier ein paar extra als Geschenk.

Während meines Aufenthalts spitzte sich die Lage täglich zu. Irgendwann war in den News nur noch das Virus. Nichts mehr über die Proteste in Hongkong. Ja, diese gibt es sogar auch heute noch. Nur ist das Virus wichtiger. Die Regierung von Hongkong hält täglich Pressekonferenzen im TV ab. Die Schulen wurden geschlossen. Ebenso die Universitäten. Auch die Pferderennen wurden ohne Publikum durchgeführt. Das Disneyland, der Oceanpark und auch die Seilbahn zum Big Buddha wurden geschlossen. Hotels und manche Restaurants messen die Temperatur bevor man rein darf. Desinfektionsmittelspender überall. Handläufe, Knöpfe in Aufzügen, Geldautomaten und andere Automaten werden in regelmäßigen Abständen mit Chlorbleiche desinfiziert. In der Öffentlichkeit trägt jeder Mundschutz! Wer in der Bahn hustet oder niesen muss, der wird skeptisch angeschaut und die Leute entfernen sich von einem und setzen sich um.

Gegen Ende meines Aufenthalts, Anfang Februar, waren dann auch bestimmte Artikel in den Supermärkten vergriffen. Klopapier, Reis und Damenhygieneartikel. Ebenso natürlich Mundschutz und Desinfektionsmittel bzw. Chlorbleiche.

Homeoffice wo immer es nur möglich ist. Tourismus ist zum Erliegen gekommen. Taxifahrer machen kaum noch Umsätze. Restaurants sind weiterhin geöffnet, da in Hongkong viele Menschen sich keine Küche leisten können auf Grund der hohen Mieten. Essen gehen ist dort billiger als selbst zu kochen.

Zurück in Deutschland

Zurück in Deutschland war ich bereits im Flugzeug sehr überrascht. Die Flugbegleiter trugen keinen Mundschutz. Vermutlich, weil ich mit einer europäischen Airline geflogen bin. Am Frankfurter Flughafen wurde ich weder nach meiner Herkunft gefragt, noch wurde ich gefragt, ob ich in den letzten 14 Tagen in der Hubei Region oder in Wuhan war. Niemand am Flughafen trug einen Mundschutz. Es gab auch keine Wärmebildkameras, es wurde kein Fieber gemessen und auf den Toiletten gab es auch kein Desinfektionsmittel.

Mein Arbeitgeber hatte aber Angst. Oder sagen wir es so: meine Kollegen hatten Angst. Sie hatten in den Nachrichten erfahren, dass in Hongkong das Coronavirus ist. Sie wollten sich nicht anstecken. Somit bekam ich die Nachricht, dass ich bitte 14 Tage zuhause bleiben soll. Wenn ich danach dann keine Symptome habe, dann kann ich wieder arbeiten kommen. Das war am 07.02.2020. Meiner Meinung nach eine vorbildliche Einstellung! Also saß ich dann 14 Tage zuhause und hatte ein Laptop und versuchte so gut es geht von dort aus im Homeoffice zu arbeiten.

Ansonsten ging das Leben gewohnt weiter. Ende Februar spitzte sich die Lage dann ja zu. Darüber möchte ich jetzt nicht wirklich was ausführen. Weiß ja jeder, was hier gerade abgeht. Wer nicht vorgesorgt hat, der ist selbst schuld! Anzeichen gab es schon lange!

Mein Fazit

Deutschland bzw. ganz Europa hat die Situation total verpennt. Niemand hat damit gerechnet. Wir wurden quasi im Schlaf überrascht. Es gibt Pläne für solche Szenarien, aber diese werden nicht geübt. Jens Spahn hat dies selbst zugegeben. Vorräte gibt es für Pandemien weder in Krankenhäusern, noch bei BOS Organisationen. Das finde ich erschreckend! Bestätigt mich aber als Prepper. Wer sich auf andere verlässt, ist verlassen!

Alle Maßnahmen, die jetzt getroffen werden, sind zwar sinnvoll, kommen aber zu spät!

In Hongkong ist z.B. die Chlorbleiche ausverkauft. Die WHO sagt, dass gegen Corona übrigens auch Natriumhypochlorit (NaClO) hilft. Dies kann gut als Flächendesinfektionsmittel verwendet werden. Interessant ist, dass Stand heute (15.03.2020) DanKlorix 1,5 l  für noch rund 1-3 Euro zu bekommen ist. Mit 100 ml DanKlorix und 1 l Wasser lässt sich eine Lösung herstellen, die zur Desinfektion von Flächen (z.B. Fliesenböden, Handläufe, Türklinken usw.) benutzt werden kann. Deutlich billiger und auch effektiver als so manches Desinfektionsmittel auf Alkoholbasis.

Als Prepper muss ich auch noch ein Wort über Klopapier verlieren. Ich verstehe nicht, was die Leute damit wollen. Ich selbst hab Klopapier gelagert, aber nicht in rauen (oder eher soften) Mengen. 5 Packungen. Mehr nicht. Ist eine leer, kaufe ich eine neue. Sollte es wirklich irgendwann ausgehen, dann kann ich auch mit einem Waschlappen und etwas Wasser meinen Hintern abwischen. Funktioniert super und ist auch noch nachhaltig, da man den Lappen einfach waschen kann.

Was mich jedoch etwas beängstigt ist die Tatsache, dass gesagt wurde, dass Kraftwerke, Wasserwerke und Kläranlagen in Deutschland ferngewartet werden können. Also aus dem Homeoffice. Dies ist für mich als Prepper aus zweierlei Sicht eine beängstigende Nachricht.

Ersten, kann es sein, dass wenn dort ein Störfall eintritt, keiner vor Ort ist um diesen zu beheben. Also wird im Notfall die Anlage runtergefahren. Somit kein Strom, kein Wasser usw. Danach fährt einer hin und repariert dann alles. Also bringen einem die gehamsterten Nudeln nicht viel, wenn man kein Wasser und kein Strom zum Kochen hat. Sprich: Campingkocher und Flaschenwasser.

Die zweite Gefahr für mich ist, dass unsere Infrastruktur am Internet hängt. Bedeutet, dass sie anfällig für Hacker ist. Bestätigt meine Vorsorge für einen Blackout nur noch mehr.

Abschließen kann ich nur sagen, dass wir es vermutlich nicht verhindern können, dass wir uns infizieren. Es wird aktuell von 70-80 % der Bevölkerung gesprochen. Immerhin ist es so, dass wenn man es hinter sich hat, solange bis das Virus mutiert, sicher ist, da man Antikörper hat. Also ruhig bleiben und weiter machen. Wenn es passiert, dann passiert es eben.

2 Kommentare zu „Coronavirus und meine Erlebnisse

Gib deinen ab

  1. Danke für diesen Einblick! Dein Blog hat mich schon vor Corona inspiriert mich ein bisschen mehr vorzubereiten, gerade auch in ganz alltäglichen Situationen. Dein Artikel „Die Welt ist nicht auf eine Pandemie vorbereitet“ war auch sehr hilfreich. Und siehe da, man braucht so manches eher als man denkt.

    1. Freut mich, dass dir meine Artikel gefallen. War selbst verwundert, dass es wirklich so schnell ging. Aber die WHO hat uns gewarnt gehabt.

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